Down-Syndrom

Das Down-Syndrom wird verursacht durch eine Fehlverteilung der Chromosomen (Erbanlagen), das Chromosom Nr.21 liegt statt zweifach dreifach vor, und es ist die häufigste genetische Erkrankung, die wir kennen. Ungefähr jedes 600. Baby in Deutschland ist davon betroffen. 

Diese Menschen haben, aufgrund der genetischen Veränderungen, oft eine Vielzahl an medizinischen Problemen, die zu beachten und zu behandeln sind. Dies sind z.B.:

   
Fehl- und Missbildungen des Herzens
Fehl- und Missbildungen des Magen- Darmtraktes
Seh- und Hörstörungen
Infektanfälligkeit und häufige Infekte
Orthopädische Probleme
allgemeine Entwicklungsverzögerung
Stoffwechselprobleme
Ernährungsstörungen
Verhaltensprobleme
Interaktionsprobleme in der Familie

   
Diese, sicher unvollständige, Aufzählung macht deutlich, daß normale Vorsorge-Untersuchungen (Vorsorge U1-U9, sowie die J1) für diese Kinder nicht ausreichend scheinen. Wir haben in unserer Praxis in den letzten 10 Jahren einen Standard entwickelt, der die medizinische Betreuung dieser Kinder, nach unserer Meinung, deutlich optimiert. Dieser Standard ist als fortschreitender Prozess zu verstehen, das heisst, er ist einer ständigen Weiterentwicklung unterworfen.


Da Kinder mit Down-Syndrom häufig mit einer Vielzahl von medizinischen Problemen konfrontiert sind, ist neben unserer kinder- und jugendärztlichen Diagnostik und Therapie die Integration verschiedenster Fachärzte in das ganzheitliche Konzept erforderlich, sei es Kardiologe, HNO-Arzt, Augenarzt, Pädaudiologe, Gynäkologe, Zahnarzt oder Kieferorthopäde.

"Wir erarbeiten , auch zusammen mit Therapeuten, individuelle Förderkonzepte für Kinder mit Down-Syndrom. Dabei setzen wir u.a. auch Video-Analysen in der Diagnostik und Therapie ein.Entscheidend für den Erfolg des Konzeptes ist die enge Verzahnung der einzelnen Bereiche. Ein steter Austausch zwischen Eltern, Therapeuten, Pädagogen und Arzt ist dabei sinnvoll und notwendig. Dies ist auch deshalb wichtig, da immer wieder neue oder auch vermeintlich neue therapeutische Ansätze publiziert werden und diese häufig in ihrer Bedeutung überschätzt werden.Wir selbst haben in enger Zusammenarbeit mit ausgebildeten Bobath- und Castillo-Therapeutinnen einen großen Schwerpunkt in der orofacialen Diagnostik und Therapie nach Castillo-Morales sowie Krankengymnastik nach BOBATH. Ziel dieses multimodalen Ansatzes ist die Behandlung und Prävention orofacialer und koordinativer Störungen, die sich gehäuft bei Kindern mit Down-Symdrom zeigen.

    
Ein weiterer Schwerpunkt ist die gezielte Nahrungsmittelergänzung TNI (targeted nutritional intervention). Diese Methode scheint ein interessanter Ansatz, die gesundheitliche Förderung von Menschen mit Down-Syndrom zu optimieren. Das 3. 21-Chromosom, welches Menschen mit Down-Syndrom in ihren Körperzellen haben, ist stoffwechsel-aktiv, und diese Aktivität kann zu einer Vielzahl pathologischer Störungen führen. Mit TNI, einer spezifischen Gabe von u.a. Vitaminen, Spurenelementen, Enzymen etc, versuchen wir die Stoffwechselsituation von Menschen mit Down-Syndrom zu verbessern. Unsere eigenen Beobachtungen über die letzten Jahre zeigen u.a. eine deutlich verringerte Infektanfälligkeit, eine Normalisierung oder Verbesserung diverser Laborwerte, ein beschleunigtes Wachstum.
     
Zu TNI gibt es aber auch einige kritische Punkte zu erwähnen:
  1. TNI ersetzt nicht das konsequente Management und die notwendigen therapeutischen Maßnahmen.
  2. TNI "heilt" nicht.
  3. Es fehlt nach wie vor an Doppel-blind-Studien, die belegen könnten, ob das Konzept wirkt oder nicht. Wir selbst können zwar von Beobachtungen berichten, können aber einen Placebo-Effekt nicht sicher ausschließen. Wir bemühen uns seit Jahren, eine der Universitäten oder Institutionen dafür zu gewinnen, eine solche Studie durchzuführen; bis heute ohne Erfolg.
  4. Die Kosten für TNI, Beratung, Labor etc, werden von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen und müssen privat bezahlt werden.
  5. Natürlich ist es auch erforderlich, auf eine ausgewogene Ernährung und bedarfs-angepasste Kalorienzufuhr zu achten 

    
Alles in allem scheint uns TNI ein interessanter Ansatz zu sein um ,ergänzend zu den sonstigen Ansätzen bei Kindern mit Down-Syndrom, die Gesundheit und die Entwicklung der Kinder zu fördern.

Vereine und Organisationen bieten wir auch Fort- und Weiterbildungen zum Thema.

Weitere Informationen 

TNI-Erfahrungen aus einer Kinderarztpraxis

Literatur Liste mit Down-Syndrom Artikeln

Targeted nutritional intervention (TNI) bei Kindern mit Down-Syndrom

      
     
"Da treffen sich lauter kleine Majestäten!"
   Im Turnverein Bretten nehmen Kinder mit Down-Syndrom eine 
   Auszeit von Therapiestunden
    
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Das Down-Syndrom wird verursacht durch eine Fehlverteilung der
  Chromosomen (Erbanlagen), das
Chromosom Nr.21 liegt statt 
  zweifach dreifach vor, und es die häufigste genetische Erkrankung,
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Targeted nutritional intervention (TNI) bei Kindern mit 
  Down-Syndrom
   
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Targeted nutritional intervention (TNI) for Children with Down
  Syndrom 
   
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Interessante links zum Thema Down-Syndrom:
http://www.interdisziplinaere-arbeitsgruppe.de
http://www.nutrivene.de